12th Meeting Berlin (GDR), 1969

(Proceedings)

Permanent International Altaistic Conference
12th Meeting, 29. 8. — 2. 9. 1969 – Berlin, German Democratic Republic
Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin
Bereich Alter Orient
des Zentralinstituts für Alte Geschichte und Archäologie
DDR 108 Berlin Unter den Linden 8

 Logo of the XIIth Meeting, Berlin (GDR), 1969

Ehrenpräsident Prof. Dr. F. Hintze Mitglied der DAW
Präsident: Doz. Dr. G. Hazai
Generalsekretär: Prof. Dr. D. Sinor
Indiana University, Bloomington

Vorbereitungskomitee
Prof. Dr. S. Behrsing
Prof. Dr. H. F. J. Junker
Prof. Dr. P. Ratchnevsky
Prof. Dr. J. Schubert
Prof. Dr. F. Weller
Dr. H.-P. Vietze

Sekretär des Vorbereitungskomitees: Dr. Th. Thilo

Teilnehmer

G. Hazai
Eröffnungsrede (29. 8. 1969)

Meine sehr verehrten Damen, und Herren, liebe Gäste!
Nach dem Beschluß der XI. Tagung der PIAC in Dänemark wurde mir als Vertreter der Deutschen Akademie der Wissenschaften die Ehre und Pflicht zuteil, den Vorsitz der XII. Tagung in Berlin zu übernehmen. Es obliegt mir somit die angenehme Aufgabe, alle Teilnehmer, die Gäste aus dem Ausland und dem Inland, herzlich zu begrüßen. Unter den Teilnehmern befinden sich Kollegen, die beinahe ständig oder zumindest oft die PIAC besuchten, und solche, die das erste Mal daran teilnehmen. Zu unserer großen Freude sind dieses Mal besonders viele neue Teilnehmer nach Berlin gekommen. Das beweist klar das wachsende Interesse an der Arbeit dieser Tagung und das Ansehen dieses Gremiums, das viel für die internationale Zusammenarbeit auf unserem Fachgebiet geleistet hat. So möchte ich die alten und die neuen Teilnehmer, die hoffentlich ebenso treu an den Tagungen der PIAC teilnehmen werden wie die alten, herzlich willkommen heißen.
Der Veranstalter und Gastgeber dieser Tagung ist die Deutsche Akademie der Wissenschaften. Deshalb ist es angebracht, daß die Begrüßung der Gäste von dem eigentlichen Gastgeber dieser Tagung, von Herrn Prof. Dr. Fritz Hintze, der sich auf Bitten des Generalsekretärs der PIAC freundlicherweise bereit erklärte, den Ehren Vorsitz dieser Tagung zu übernehmen, ausgesprochen wird. Bevor ich das Wort Herrn Prof. Dr. Fritz Hintze übergebe, gestatten Sie mir hiermit, die Tagung für eröffnet zu erklären.

F. Hintze
Grußansprache auf der Eröffnungssitzung der Tagung (29. 8. 1969)

Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Im Namen des Präsidenten der Deutschen Akademie der Wissenschaften möchte ich Sie alle herzlich willkommen heißen und Ihnen einen angenehmen und erfolgreichen Tagungsverlauf wünschen. Der an mich gerichtete Wunsch des Generalsekretärs der PIAC, den Ehrenvorsitz der Tagung zu übernehmen, ist eine Ehre für mich, wofür ich mich auch bei dieser Gelegenheit bedanken möchte.
Die Altaistik und insbesondere die Turfanforschung haben in Deutschland eine lange Tradition, die jetzt in der DDR mit vielen Kräften gepflegt und weitergeführt wird. Daher bedeutet es für uns eine besondere Freude, daß die PIAC der Einladung der Deutschen Akademie der Wissenschaften gefolgt ist und den Beschluß gefaßt hat, ihre XII. Sitzung in Berlin durchzuführen.
Unsere Einladung wurde der PIAC in Dänemark im Namen des Instituts für Orientforschung der Deutschen Akademie der Wissenschaften überreicht. Die im letzten Jahr durchgeführte Akademiereform hat aber inzwischen neue Arbeitsrahmen für die Orientalisten, darunter auch für die Altaisten geschaffen. Sie arbeiten jetzt im Bereich Alter Orient des Zentralinstituts für Alte Geschichte und Archäologie der Deutschen Akademie der Wissenschaften. Es ist überflüssig zu betonen, daß das neue Institut die Aufgabe, die XII. PIAC zu organisieren, mit großer Freude übernommen hat. Es obliegt mir jetzt die angenehme Aufgabe, die Teilnehmer auch im Namen der Leitung dieses neuen Instituts zu begrüßen.
Es freut uns, viele Wissenschaftler aus dem Ausland bei uns begrüßen zu dürfen. Dabei möchte ich die Akademiemitglieder und korrespondierenden Mitglieder der Akademien der UdSSR, der Kasachischen SSR, der Turkmenischen SSR, Polens, Ungarns und der Mongolischen Volksrepublik im Namen der Leitung unserer Akademie herzlich begrüßen. Wir sehen einem regen Meinungsaustausch unter den anwesenden Wissenschaftlern zu aktuellen Fragen ihrer Forschungsarbeit entgegen und sind überzeugt, daß diese wissenschaftlichen Diskussionen für die Entwicklung der DDR-Altaistik von großem Nutzen sein werden. Wir hoffen gleichzeitig, daß dieses Treffen der Altaisten aus aller Welt die internationale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet weiter voranbringen wird.
Gestatten Sie mir, daß ich der Tagung und allen Teilnehmern noch einmal eine angenehme Arbeit und vollen Erfolg wünsche.

W. Hartke, Vizepräsident der Deutschen Akademie der Wissenschaften
Grußansprache auf dem Empfang des Präsidenten der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin zu Ehren der Teilnehmer der XII. PIAC (1. 9. 1969)

Namens der Leitung der Deutschen Akademie der Wissenschaften begrüße ich herzlich die Teilnehmer der 12. Tagung der Permanent International Altaistic Conference und danke Ihnen, daß Sie der Einladung des Präsidenten zu diesem Empfang gefolgt sind. Es bedeutet für unsere Akademie eine große Freude, Gastgeber der 12. Tagung der PIAC zu sein.
Zu den bleibenden Werten der Stiftungszeit unserer Akademie und des Akademiegedankens überhaupt, der Zeit von Leibniz, gehört die reiche Universalität. Sie faßt und ruft die einzelnen, sich unaufhaltsam inhaltlich und räumlich weiter trennenden Wissenschaften immer wieder zusammen. Unsere Akademie stimmt darin mit den Anliegen der internationalen wissenschaftlichen Unionen und Permanenten Konferenzen überein, ist selbst Mitglied vieler solcher Vereinigungen und fördert alle solche Bestrebungen nach Kräften. In unserem sozialistischen Lande, das 1969 das 20jährige Bestehen seiner Staatlichkeit feiert, hat die Wissenschaft von Anfang an, sogar schon unter den chaotischen Bedingungen des Neuanfangs nach der Katastrophe des zweiten Weltkrieges, hohe Wertschätzung und große Förderung erfahren. Wissenschaft und wissenschaftliches Denken bilden ein Grundelement unserer gesamten Gesellschaft. Inzwischen haben die sieh bei uns entwickelnden sozialistischen Bedingungen und Verhältnisse immer stärker auswirken und immer günstigere Voraussetzungen für die Forschung schaffen können. Das betrifft die traditionellen Arbeitsgebiete ebenso wie neue wissenschaftliche Richtungen. Der Erfolg hängt nun auch in der Wissenschaft von der Konzentration der Kräfte auf die eigentlich erheblichen Probleme entscheidend ab. Jedes Land muß die Lösung dieser Frage entsprechend den jeweils in Zeit und Raum maßgebenden Umständen in verschiedener Weise suchen. In diesem Sinne sind auch in unserem Lande überall Reformen im Gange. Die Arbeit unserer Altaisten, die eine ehrwürdige Tradition besitzt, wird sich in größere Zusammenhänge einordnen und in der Zusammenfassung noch wirksamer werden. Die Grundlage für gute Ergebnisse der Wissenschaft bildet ebenso wie die Konzentration der Kräfte die sinnvolle nationale und internationale Arbeitsteilung, zu der die Universalität moderner wissenschaftlicher Probleme eo ipso zwingt.
Ihre Tagung bietet uns eine Gelegenheit, unsere eigenen wissenschaftlichen Bestrebungen und Resultate auf dem Gebiet der Turfanforschung der internationalen wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorzulegen und unsere eigenen internationalen Beziehungen und die Arbeitsteilung auf diesen Gebieten auszubauen und zu festigen.
Es erfüllt uns daher mit großer Genugtuung, daß so zahlreiche profilierte Gelehrte aus all den Ländern, die in der Altaistik eine führende Rolle spielen, unserer Einladung gefolgt sind. Unsere Altaisten sind dankbar für die vielen Anregungen, die sie empfangen; sie befruchten ihre zukünftige Arbeit. Es ist sicher nicht ohne Bedeutung, daß die diesjährige Tagung in der Geschichte der PIAC die erste ist, die in einem sozialistischen Lande stattfindet. So nehmen Wissenschaftler aus diesen Ländern, insbesondere aus der Sowjetunion und Ungarn, an der Tagung in sehr großer Zahl teil und können ein umfassendes Bild von der altaistischen Forschung in ihren Ländern geben. Die damit den Teilnehmern aus aller Welt gebotene Möglichkeit, den wissenschaftlichen Meinungsaustausch im direkten persönlichen Kontakt zu erweitern, wird allen Mitforschern, wie wir hoffen, erwünscht gewesen sein. Die sich daraus ergebende erweiterte internationale Zusammenarbeit wird — hoffentlich — eines der schönsten Ergebnisse der diesjährigen Tagung sein. Die Konferenz ist zwar noch nicht beendet — es liegt noch ein arbeitsreicher Sitzungstag vor Ihnen —, aber man kann wohl schon heute von einer erfolgreichen Tagung sprechen. Die Atmosphäre ernster wissenschaftlicher Arbeit, lebhafter Auseinandersetzung und des Meinungsstreites, die die Konferenz bis heute erfüllt hat, entspricht dem Rahmen, den die Akademie der Wissenschaften ihren Angehörigen und Gästen bei jeder Arbeit gewähren möchte.
Lassen Sie mich mit einem Altaismus schließen: Sie haben sich einige Tage in Ihre Studien versenkt. Nach den kanonischen Lehren, die wir aus den Turfantexten kennenlernten, ist es nach solcher Versenkung, um den Lebewesen zu nützen, verdienstlich, den erhabenen Personen, wenn sie ihre Plagen abgetan haben, mit Beeilung etwas zu verehren. Die Akademieleitung übernimmt heute abend die Rolle jener beiden Kaufleute mit Namen „Gelbe Wasserpflanze“ und „Dorf“ mit ihren 500 Wagen und vielen Leuten und verehrt als Darbietungen — in der Lehrschrift (Catuṣpariṣatsūtra) heißt es reichlich Buttermilch, geröstetes Korn und Honig — lieber ein Äquivalent und bittet Sie, diese Gabe anzunehmen. Weil es nun weiter heißt, daß solche Gaben nur in reinen leichten, wunderbaren, allseits feinen, an Form und Farbe vorzüglichen Schalen angenommen werder könnten, stehen Ihnen die mit dem Saft der Reben gefüllten Gläser bereit. Niemand besitzt hier jene Wundermacht eines Buddha, die vielen Gläser alle zusammenzuschichten und daraus ein einziges Glas zu verfertigen. Aber ich mache Ihnen den nützlicheren Vorschlag, dafür die Gläser gemeinsam zu erheben, anzustoßen und zu trinken auf weitere bedeutende Erfolge der PIAC und der internationalen Zusammenarbeit.

D. Sinor
Rede auf der Schlußsitzung der Tagung (2. 9. 1969)

Gestatten Sie mir als Generalsekretär der PIAC, daß ich nach dieser erfolgreichen Tagung das Wort noch einmal ergreife. Ich möchte vorausschicken, daß das, was ich sagen werde, aus tiefstem Herzen kommt.
Ich möchte mich im Namen der PIAC bei der Deutschen Akademie der Wissenschaften für diese großartige Tagung und für diese unvergeßlichen Tage recht herzlich bedanken. Ich glaube aber, daß ich hier nicht nur den Dank der PIAC selbst, sondern auch den Dank aller Altaisten der ganzen Welt zum Ausdruck bringen kann und darf. Diese Tagung hat nämlich einen äußerst wichtigen Beitrag zum Ausbau der internationalen Kooperation auf dem Gebiet der internationalen Altaistik geliefert. Sie hat uns in großem Maße geholfen, unsere alten und neuen Träume zu verwirklichen, die einfach daraus entstehen, daß wir unsere Fachkollegen näher zueinander bringen möchten.
Diese PIAC-Tagung ist dank der durchdachten und großzügigen Organisation der Deutschen Akademie der Wissenschaften wirklich zu einem Wendepunkt in der Geschichte der PIAC geworden. Der internationale Charakter der PIAC dehnt sich aus und hat neue Aspekte bekommen. Wir können tatsächlich wichtige Schritte in Richtung auf die Vertiefung der internationalen wissenschaftlichen Kooperation verzeichnen. Jeder Teilnehmer wird die Meinung teilen, daß wir diese PIAC-Sitzung als den wichtigsten Meilenstein im „Lebenslauf“ der PIAC betrachten können. Es gebührt der Deutschen Akademie der Wissenschaften großer Dank, die mit der Durchführung dieser Tagung eine wichtige Rolle in der Organisation der internationalen Kooperation übernahm.
In der letzten Nummer der „PIAC Newsletter“ habe ich den Gedanken zum Ausdruck gebracht, daß es für uns etwas Besonderes bedeutet, daß die XII. PIAC in Berlin, der Hauptstadt der DDR, in der Stadt von F. W. K. Müller, A. v. Le Coq und W. Bang stattfindet. Diese Stadt war einmal eines der wichtigsten Zentren der internationalen Turkologie und Altaistik gewesen. Es ist unsere größte Freude, auf dieser Tagung mit eigenen Augen sehen zu können, daß diese Tradition sorgfältig gepflegt und weitergebaut wird. Es war für uns ein besonderes Erlebnis, die rege Tätigkeit der Altaisten der Deutschen Demokratischen Republik aus der Nähe kennenzulernen.
Diese Tagung, die jedes Lob verdient, war meiner Meinung nach vor allem mit Liebe organisiert. Für diese Liebe, für diesen Eifer möchte ich den Mitarbeitern der Forschungsgruppe Turfan und an erster Stelle unserem Präsidenten, Herrn Prof. Dr. G. Hazai, den allerherzlichsten Dank aussprechen. Als er voriges Jahr in Dänemark von uns zum Präsidenten gewählt worden ist, wurde von uns ein sehr geliebter und geschätzter Kollege mit der ermüdenden Pflicht der Organisation beauftragt. Wir waren alle überzeugt, daß alles wunderbar organisiert werden wird. Die Tagung hat diese Hoffnungen weit übertroffen. Herr Prof. Dr. G. Hazai und seine Mitarbeiter konnten uns gleichzeitig auch die wissenschaftliche Stärke und Reife der neu aufgebauten Forschungsgruppe Turfan zeigen. Wir möchten ihm und seinen Mitarbeitern recht herzlich danken.
Diese Tagung hat uns die Vielfalt und Stärke der DDR-Orientalistik glänzend bewiesen. Ich glaube, daß ich die Meinung vieler Orientalisten zum Ausdruck bringe, wenn ich sage, daß wir uns sehr freuen werden, wenn die Deutsche Akademie der Wissenschaften einmal der Gastgeber des Internationalen Orientalisten-Kongresses sein wird.
Erlauben Sie mir, der PIAC den folgenden Vorschlag zu unterbreiten:
Die Permanent International Altaistic Conference dankt für die Durchführung der XII. Tagung in Berlin, Hauptstadt der DDR, der Deutschen Akademie der Wissenschaften und persönlich dem Ehrenpräsidenten, Herrn Prof. Dr. Fr. Hintze, und dem Präsidenten, Herrn Prof. Dr. G. Hazai. Die großzügige Organisation ermöglichte der Tagung, ihre Arbeit in einer ausgezeichnet akademischen Atmosphäre zu führen.
Wir sind überzeugt, daß diese Tagung nicht nur in der Geschichte der PIAC, sondern auch in der Vertiefung der internationalen wissenschaftlichen Kooperation ein wichtiger Meilenstein ist.
Die rege wissenschaftliche Tätigkeit der Altaisten der Deutschen Demokratischen Republik und besonders die Belebung der Turfanforschung an der Deutschen Akademie der Wissenschaften hat einen tiefen Eindruck hinterlassen. Wir möchten allen Orientalisten der DDR viele weitere Erfolge wünschen.

Bericht über das „Business-Meeting“ der XII. PIAC (1. 9. 1969)

Der Generalsekretär der PIAC vermittelte den Teilnehmern aktuelle wissenschaftliche und wissenschaftsorganisatorische Nachrichten. Unter anderem berichtete er über die Vorbereitung des 28. Internationalen Orientalisten-Kongresses, über das 4. Heft der „PIAC Newsletter“ usw. Mit großer Freude gab er den Teilnehmern die Einladung der Universität Strasbourg für die nächste Tagung der PIAC bekannt. Der Vorschlag des Generalsekretärs wurde einstimmig angenommen.
Die Tagung nahm den Bericht des Generalsekretärs über die Beratung der Medaillenkommission zur Kenntnis und beschloß, die Goldmedaille für altaistische Studien der Indiana University Sir Gerard Clauson zu verleihen.
Prof. A. v. Gabain und Prof. A. N. Kononov trugen ihre Anregungen zu einigen Reprintvorhaben vor mit der Bitte an den Präsidenten der Tagung, diese Wünsche im Namen der Tagung dem Zentralantiquariat der DDR in Leipzig weiterzuleiten.
Prof. A. Tietze erinnerte an die früheren Bestrebungen der PIAC, eine internationale Bibliographie der altaistischen Neuerscheinungen ins Leberi zu rufen. Mit Genugtuung stellte er fest, daß der Generalsekretär und der Präsident der Tagung diese Angelegenheit wieder ins Gespräch brachten. Er hält die Lösung dieser Frage, und zwar in Form einer engen internationalen Zusammenarbeit, für die diese Tagung eine ausgezeichnete Atmosphäre geschaffen hat, für eine der dringendsten Aufgaben des Fachgebietes. Deshalb schlägt er vor, den Präsidenten der Tagung mit der Gründung eines internationalen Gremiums zu beauftragen, das die Verwirklichung dieses alten Projekts der Altaisten in Angriff nimmt. Dieser Vorschlag wurde von der Tagung einstimmig angenommen.
Prof. J. R. Hamilton würdigte die Belebung der Turfanforschung in Berlin und wies auf das große Interesse der Wissenschaftler an den Resultaten der alttürkischen Forschungen hin. Es besteht kein Zweifel, daß es sehr nützlich wäre, eine enge internationale Kooperation auf diesem Gebiet für die Lösung der zahlreichen wissenschaftlichen und methodischen Fragen zu organisieren. Er schlug die Gründung eines internationalen Komitees vor, das sich mit der Förderung dieser Angelegenheit beschäftigen sollte. Aus wissenschaftlichen und organisatorischen Gründen schlug er vor, daß Dr. G. Hazai und Dr. P. Zieme im Einvernehmen mit dem Generalsekretär der PIAC die notwendigen Schritte einleiten und die Fachkollegen auf der nächsten Tagung der PIAC darüber informieren. Der Vorschlag wurde von der Tagung einstimmig angenommen.